Über das Projekt

Das in der Förderinitiative “Offen – für Außergewöhnliches” von der Volkswagen Stiftung geförderte Projekt untersucht Bild und Sprache als irreduzible aber ineinander verflochtene Formen der Artikulation. Von Beginn an verkörpert, sind symbolische Artikulationen durch die Spannung zwischen Subjekt und Situation, Handelndem und Artefakt, materiellem Zeichenträger und seiner Verwendung als Zeichen, bloßem Tun und gedanklicher Gliederung charakterisiert.

Vor dem Hintergrund eines enactive approach, der sich in vieler Hinsicht als Fortführung und Erweiterung der handlungsbasierten Zeichenphilosophie von Charles Sanders Peirce verstehen lässt, soll der Zusammenhang zwischen körperlichen, tastend-erkundenden Mal-, Sprech- oder Schreibhandlungen und ihren schematischen Zügen erhellt werden. Das Vorhaben zielt auf eine kulturtheoretische Integration philosophischer, sprachtheoretischer und bildwissenschaftlicher Ansätze, die – jenseits naturalistischer und repräsentationalistischer Vereinseitigungen – das Wechselspiel von Handlung und Schematisierung als aufeinander bezogene Tätigkeiten herauszuarbeiten erlaubt.