Neuer Fellow im Oktober: Prof. Dr. Herman Roodenburg (Meertens Instituut/Vrije Universiteit Amsterdam)

Herman Roodenburg ist Professor für Historische Anthropologie an der Freien Universität in Amsterdam und Senior Researcher am Meertens Institut (Nederlandse Akademie van Wetenschappen, NWO) ebenfalls in Amsterdam. Als Historiker, der vor allem im Bereich der Frühen Neuzeit arbeitet, hat er oft sowohl mit Ethnologen als auch mit Kunsthistorikern kooperiert und legte den speziellen Fokus seiner Forschung auf Gesten, Verkörperung, Emotionen und die Sinne.

Unter seinen englischen Publikationen sind folgende hervorzuheben: The Eloquence of the Body: Studies on Gesture in the Dutch Republic, Zwolle 2004, als Herausgeber: A Cultural History of the Senses in the Renaissance, London 2014; A Cultural History of Gesture from Antiquity to the Present Day, Cambridge 1991 (hg. zusammen mit Jan Bremmer).

Im Moment arbeitet er an einer emotionalen und sensorischen Geschichte der Niederländer (mit dem Arbeitstitel The Crying Dutchman).

Neue Publikation: Formwerdung und Formentzug, hg. v. Franz Engel und Yannis Hadjinicolaou, Berlin/Boston 2016

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Schöpfung birgt immer schon das Potential der Zerstörung. Formwerdung und Formentzug gehören gleichermaßen zur Raison d’Être des Bildes. Sie sind die beiden Pole künstlerischer Gestaltung. Mit dem vorliegenden Band wird der Versuch unternommen, die Formwerdung immer unter der Bedingung eines Formentzugs zu begreifen.

Berlin/Boston: De Gruyter, 2016 (Actus et Imago, hg. v. Horst Bredekamp u. Jürgen Trabant, Bd. 16)

Neue Publikation: Das Entgegenkommende Denken, Verstehen zwischen Form und Empfindung, hg. v. Franz Engel und Sabine Marienberg, Berlin/Boston 2016

 

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Etwas in der Welt reißt sich los, springt hervor, kommt entgegen… Die Welt, die da entgegenkommt, ist eine lebendige. Dies gilt nicht nur für die vorgefundene natürliche Welt, sondern auch für die Hervorbringungen des Menschen, die ihm in Form seiner Artefakte – vom Faustkeil bis zur Sprachtheorie – ebenso objekthaft wie zur Gestaltung herausfordernd entgegenkommen. Die Autoren dieses Bandes versuchen in theoretischer wie in konkret anschaulicher Auseinandersetzung den Denkbewegungen zwischen Form und Formprozess, Bild und Bildakt, Repräsentation und Präsenz auf die Spur zu kommen.

 

Berlin/Boston: De Gruyter, 2016 (Actus et Imago, hg. v. Horst Bredekamp u. Jürgen Trabant, Bd. 15)

 

Permanent Fellow: Prof. Dr. Matthias Jung

Matthias Jung (Universität Koblenz-Landau, Institut für Philosophie) ist seit September 2015 permanent fellow der Forschergruppe. Er unterstützt mit seiner Expertise die Philosophie der Artikulation. Für mehr Informationen siehe: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/koblenz/fb2/ik/institut/philosophie/personen/lehrende/jung

Fellow Mai und Juni 2016: Em. Prof. Dr. Wolfram Hogrebe

Im Mai und Juni 2016 ist Wolfram Hogrebe (Universität Bonn) erneut Fellow der Forschergruppe “Symbolische Artikulation”. Am 23.5 hat er einen Vortrag mit dem Titel „Das ungeheure Objekt“  gehalten.

Neue Publikation: Yannis Hadjinicolaou, Denkende Körper – Formende Hände, De Gruyter.

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Yannis Hadjinicolaou: Denkende Körper – Formende Hände. Handeling in Kunst und Kunsttheorie der Rembrandtisten, Berlin/Boston 2016 (Actus et Imago 18).

Handeling umfasst im Niederländischen sowohl die Handhabung des Werkzeugs als auch die Aktion und ist unmittelbar mit dem gesamten Körper verbunden. In der Publikation wird erstmals die expressive und zugleich intelligible Pinselführung in Theorie und Praxis der Rembrandtisten und insbesondere bei Arent de Gelder zwischen 1650 und 1720 untersucht.

 

 

„5 Fragen an Anja Pawel“, Bauhaus Dessau

Auf der Website vom Bauhaus Dessau wurde ein Interview mit Anja Pawel veröffentlicht. Das Gespräch dreht sich um das von Anja Pawel, Mary Copple, Michael Friedman und Sandra Schramke organisierte „Open Studio“ zum Thema „Rudolf Labans Notation“. Das Open Studio fand am 30. und 31. März 2016 statt und wurde mit der Unterstützung des Exzellenzclusters „Bild Wissen Gestaltung“ der HU Berlin organisiert.

http://www.bauhaus-dessau.de/de/akademie/bauhaus-open-studios/interview/pawel.html

Beiträge zu Giambattista Vico in der Zeitschrift der Accademia dei Lincei (Rom)

In den Rendiconti dell’Accademia nazionale dei Lincei, Classe di scienze morali, storiche e filologiche (Serie IX, Bd. 26, 2015) sind die Vorträge einer im März 2014 in Rom stattgefundenen und von der Accademia dei Lincei und der berliner Akademie der Wissenschaften mitorganisierten Tagung zu der neuen Ausgabe von Giambattista Vicos La Scienza Nuova veröffentlicht worden.

  • F. Tessitore, La ragione del Seminario sulle Edizioni critiche della Scienza Nuova 1730 e della Scienza Nuova 1744. S. 197;
  • J. Trabant, Il saluto della Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. S. 203;
  • A. Varvaro, Sull’Edizione Cristofolini-Sanna della Scienza Nuova del 1733. S. 205;
  • J. Trabant, Capoversi ed immagini. S. 213;
  • S. Marienberg, La “Dipintura” della Scienza Nuova come geroglifico eroico. S. 221;
  • H. Bredekamp, Il frontespizio della Scienza Nuova. S. 227;
  • F. Bruni, Osservazioni su alcuni termini intellettuali nella Scienza Nuova. S. 241;
  • G. Cacciatore, Le nuove edizioni delle Scienze Nuove nel contesto del progetto per l’edizione critica dell’Opera vichiana. S. 281;
  • M. Sanna, Per un primo confronto. S. 273.

Hier das Programm der Tagung

Prof. Jürgen Trabant: neue Publikationen 2015-2016

  • Von der Hand in den Mund – Zur Entstehung von Sprache. In: Hartmut Böhme / Bernd Kordaß / Beate Slominski (Hrsg.): Das Dentale. Faszination des oralen Systems in Wissenschaft und Kultur. Berlin: Quintessenz Verlag, 2015, S. 91-101.
  • Rez. von Michael Tomasello: Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens (Übers. Jürgen Schröder). Frankfurt am Main: Suhrkamp 2014. In: Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft. DOI: 10.1515/zrs-2015-0034, October 2015.
  • “Herders Schaaf im Vorbeigehen und Entgegenkommen”. In: Franz Engel / Sabine Marienberg (Hrsg.): Das Entgegenkommende Denken. Verstehen zwischen Form und Empfindung. Berlin: De Gruyter 2015, S. 135-144.
  • “Capoversi ed immagini”. In: Rendiconti dell’Accademia Nazionale dei Lincei. Classe di Scienze morali, storiche e filologiche s. IX / v. XXVI (2015). Roma: Bardi 2016, S. 213-219.
  • “Theses on the Future of Language”. In: Birgit Mersmann / Hans Kippenberg / (eds.): The Humanities between Global Integration and Cultural Diversity. Berlin: De Gruyter 2016, S. 135-140.

Tagung im Martin-Gropius-Bau — Höhlen: Paläontologie, Philologie und Anthropologie

Im Anschluss an die Ausstellung “Kunst der Vorzeit. Felsbilder aus der Sammlung Frobenius“ hat am 3.-4. März eine deutsch-französische Tagung zur Höhlen- und Felsbildforschung stattgefunden: Höhlen: Paläontologie, Philologie und Anthropologie Grottes: Paléontologie, philologie et anthropologie (1800-2015).csm_fba-d1_02324_detail_0b2589105e

Die Tagung wurde u.a. von der DFG/ANR, der Deutsch-Französischen Hochschule und dem Centre Marc Bloch organisiert.

Teilgenommen haben auch Prof. Horst Bredekamp (“Die Spiralität der Stile. Zum Problem der »Moderne« prähistorischer Kunst”) und Prof. Jürgen Trabant (“Philologische Speläologie: Höhlen und andere wilde Orte des Sprachursprungs”).

Programm der Tagung